Wirbelstrom-Arraytechnik
Bei der Wirbelstrom-Array-Technik (ECA für Eddy Current Array) werden mehrere in einem einzigen Sensor nebeneinander liegende Wirbelstromsonden elektronisch angeregt und abgefragt. Das Multiplexen bei der Datenerfassung verhindert die Induktion zwischen den einzelnen Sensoren.
Die Prüfkonfiguration von OmniScan® ECA unterstützt 32 Sensorspulen (bis zu 64 mit externem Multiplexer), im Brücken- oder Sender/Empfängermodus. Die Betriebsfrequenz reicht von 20 Hz bis 6 MHz, mit der Möglichkeit, mehrere Frequenzen im selben Prüfgang zu benutzen.
Vorteile der Wirbelstrom-Array-Technik
Verglichen mit einkanaliger Wirbelstromtechnik hat die Wirbelstrom-Array-Technik folgende Vorteile:
- Vermindert die Prüfdauer erheblich
- Deckt einen großen Prüfbereich in einem einzigen Durchgang ab
- Reduziert die Komplexität von mechanischen und automatischen Prüfsystemen
- Stellt den geprüften Bereich in Echtzeit dar, dadurch Erleichterung der Prüfdatenbewertung
- Gut geeignet für Prüfteile mit komplexer Geometrie
- Verbessert die Zuverlässigkeit und die Wahrscheinlichkeit der Fehlererkennung.
Wirbelstrom-Array-Sensoren
Olympus NDT stellt R/D Tech® ECA-Sensoren für einen breiten Anwendungsbereich her. Sensoren werden für einen bestimmten Fehlertyp oder für eine bestimmte Prüfteilgeometrie hergestellt. Die Standardmodelle erkennen Fehler, wie z. B. Risse und Lochfraß, und unter der Oberfläche liegende Defekte, wie Risse in mehrschichtigen Strukturen oder Korrosion.
Multiplexen von Element zu Element Die Spulen werden nur zur Illustration gezeigt.
Wirbelstrom-Array-Sensoren können bei Scan in zwei Richtungen eine Achse ersetzen und sind beim Einrichten einer Wirbelstromprüfung flexibler.

Sensoren werden in verschieden Formen und Größen hergestellt, und passen sich so optimal an die Form des Prüfteils an.
Sender/Empfänger-Sensor für Korrosionsprüfung ab 6 mm in Aluminium
Sender-Empfängersensor zum Erkennen von Oberflächenrissen, hier mit dem als Option erhältlichen Weggeber

Absolutsonde für Oberflächenrisse
Wirbelstrom-Array-Software
Einfache Darstellung für Prüfung und Analyse - Anzeige der Prüfdaten im C-Bild für rasche und wirtschaftliche Fehlererkennung
- Prüfdatenanalyse im gespeicherten Scan anhand der Phasenlage und Laufzeitdarstellung
- Messen von Amplitude, Phase und Position
- Einstellbare Farbpalette
- Große Phasenlagen- und Laufzeitdarstellung eignet sich für das Prüfen mit konventioneller Wirbelstromtechnik mit einem Kanal
Justierassistent - Schrittweises Vorgehen
- Gleichzeitige Justierung aller Kanäle einer Gruppe, wobei jeder Kanal seine eigene Verstärkung und Phasenlage besitzt
- Amplitude und Phase können auf verschiedene Referenzdefekte eingestellt werden.
Alarme - Drei Alarmausgänge kombinieren visuellen, akustischen und TTL-Alarm
- Alarmbereiche können in der Phasenlage in diversen Formen abgebildet werden (Kreissegment, Rechteck, Ring usw.).
Automatisches Erkennen und Einstellen der Sensoren - C-Bildparameter und Multiplexsequenz werden bei Anschluss des Sensors automatisch eingestellt
- Beschränkung des Frequenzbereichs, um Schaden an der Sonde zu vermeiden
Differenz-Hilfen im Analysemodus
Diese Funktion gleicht Fehler beim Abkoppeln des Sensors in nebeneinander liegenden Kanälen aus.
Leistungsstarke Datenbearbeitung in Echtzeit - Prüfdateninterpolation in Echtzeit verbessert die räumliche Darstellung des Defekts
- Beim Arbeiten mit zwei Frequenzen werden anhand eines MIX-Signals unerwünschte Signale (wie von Abkoppeln, Halterungen usw.) unterdrückt.
- Die Prüfdaten können mit verschiedenen Filtern (Hochpass-, Tiefpass-, Zentralwert-, und Mittelwertfilter) bearbeitet werden. Obige Abbildung zeigt Risse am Ende eines Überlappstoßes mit großem Dickenunterschied. Filtern der Prüfdaten verbessert das Erkennen, besonders bei kleinen Rissen.
|